Schneckenhaus

Deine Zuflucht stets bei dir tragen.

Oder wenigstens eine im Herzen.

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Schlingen und Knoten

Du machst dich auf, um in Ruhe zu suchen und verirrst dich.

Du trittst in jede ausgelegte Schlinge, verhedderst dich, strampelst. Dichter und dichter webst du dein eigenes Netz, bis du erschöpft zwischen festgezurrten Knoten reglos liegen bleibst.

Gelähmt. Gelähmt weiter rennen, den Anforderungen der Tage hinterher. Stolpern, weiter. Nur nicht anhalten.

Denn wenn du anhältst, spürst du den Schmerz. Die Faust im Magen, die Klammer um die Brust. Und die Angst.

Die Angst, nicht zu genügen. Die Angst vor der Scham. Die Scham, bloss ich zu sein.

Bloss ich. Keine Superheldin, kein Elastigirl. Bloss ich. Genügt das nicht?

Es genügt. Ich weiss es. Aber zwischen wissen und zu tiefst glauben ist ein Abgrund. Um den zu überwinden muss ich tapferer, fleissiger, besser sein.

Quatsch.

Wann, wann bin ich selber zufrieden mit mir? Wann erlaube ich mir selber bloss ich zu sein?

Warum nicht jetzt?